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Spritzbares Mulchmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen soll Beikräuter in Schach halten © TFZ

Gemüsebau

Spritzbare Beikrautkontrolle aus nachwachsenden Rohstoffen

Ein Artikel von Renate Stoiber (bearbeitet) | 17.02.2021 - 11:22

Um eine ertragreiche Gemüseernte zu ermöglichen, müssen Produzenten konkurrierende Beikräuter in Schach halten. Bisher kamen zum Einen Herbizide, die möglicherweise umwelt- und gesundheitsschädlich sind, zum Einsatz. Zum Anderen können Folienabdeckungen die Unkräuter am Wachsen hindern oder man bekämpft sie mechanisch. Wissenschafter am Technologie- und Förderzentrum (TFZ) in Bayern haben nun ein spritzbares Mulchmaterial aus nachwachsenden Rohstoffen entwickelt. Ein Forschungsverbund will die Wirksamkeit näher untersuchen.

Umweltschonend und physikalisch wirksam

Das Mulchmaterial ist biologisch abbaubar und reichert sich nicht im Boden an. Die Unkräuter werden mechanisch in der Keimung gehemmt und am Wachstum gehindert. Projektleiter Dr. Edgar Remmele vom TFZ ist durch Vorversuche im Weinbau und auf landwirtschaftlichen Flächen zuversichtlich, dass ein praxisgerechtes und umweltschonendes Verfahren etablierbar ist.

Man untersucht nun in Zusammenarbeit mit Landtechnikspezialisten die Machbarkeit eines Applikationsgeräts. Die Praxistauglichkeit untersucht man gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kitzingen und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau. Zwei Jahre lang wird mit Gemüsebaubetrieben getestet und entwickelt.


Quelle: TFZ Bayern