Eine intensive Begrünung mit hoher Leistungsfähigkeit gehört deshalb zur Zukunft. Die bauliche Verdichtung in Städten ist kaum mehr aufzuhalten und gerade deshalb ist der Kühleffekt der von Pflanzen ausgeht, entscheidend. Einen echten Ausgleich wird nur mehr am Baugrund selbst möglich sein.
Der Bundesverband GebäudeGrün e.V (BuGG) hat in einer Projektgruppe die Eignung von Gehölzen für intensiv begrünte Dächer untersucht. Empfehlungen von Fachleuten aus der Praxis des Garten- und Landschaftsbaues der Grünplanung, der Wissenschaft und des Verbandes haben dazu Empfehlungen ausgearbeitet. Mitglieder der BuGG-Projektgruppe „Gehölze auf Gründächern“ unter der Leitung von Dr. Walter Kolb waren Wim Beining, Prof. Dr. Swantje Duthweiler, Peter König, Mira Schäfer, Giel Sniedt, Tobias Fürst, Thomas Kolb, Marion Kreutner, Felix Mollenhauer, Dr. Philipp Schönfeld, Nils van Steenis, Axel Heinrich und Fritz Wassmann.
Die Projektgruppe hat fünf umfangreiche Listen erarbeitet, die geeignete Gehölze für Dachbegrünungen aufzeigt. Die Zusammenfassung der Arten erfolgte zunächst nach der notwendigen Wurzelraumdicke und den Wuchshöhen, eine weitere Zuordnung erfolgte nach dem Standort, dem Substrat und dem natürlichen Lebensraum. Jene Eigenschaften, die für die Dachbegrünung bedeutsam sind, wie faunistischer Qualität, Bruchfestigkeit, Standsicherheit, Trockenresistenz, Pflegeaufwand, Krankheitsresistenz, Schnittverträglichkeit, Negative Eigenschaften und Industriefestigkeit wurden ebenfalls bewertet. Die ausgewählten Gehölze sollen eine größtmögliche Sicherheit für eine erfolgreiche und langfristige Begrünung ermöglichen, gestalterische Aspekte wurden nicht berücksichtigt.
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Quelle: BuGG