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In den Niederlanden soll ein auffälliges, gemischt genutztes Gebäude entstehen, das vollständig mit Kübelpflanzen bedeckt ist © MVRDV

Planung

Kübelpflanzen als Fassade

Ein Artikel von Renate Stoiber (bearbeitet) | 06.09.2019 - 10:25

Das niederländische Architekturbüro MVRDV hat in Zusammenarbeit mit Van Boven Architecten Entwürfe für das Projekt „Grüne Villa“ enthüllt, ein markantes Gebäude mit gemischter Nutzung für die niederländische Gemeinde Sint-Michielsgestel. Das vierstöckige Gebäude wird am südlichen Rand der Stadt liegen und mittels eines Regalsystems eine Vielzahl von Kübelpflanzen, Sträuchern und Bäumen wie Forsythien, Jasmin, Kiefern und Birken beherbergen. Das Projekt soll wegweisend die Nachhaltigkeit mit verbesserter Biodiversität und Kohlenstoffbindung fördern.

Radikal begrünen

Im Erdgeschoß über der Tiefgarage der Green Villa ist ein neues Büro für den Immobilienentwickler und Bauherrn Stein geplant, auf den drei darüber liegenden Etagen sollen sich fünf Wohnungen befinden. Die Gebäudeform spiegelt die vorhandene Stadtstruktur wieder. Das Design soll laut Winy Maas, Gründungspartner von MVRDV, die Fortsetzung der Forschungen zu fassadenlosen Gebäuden und radikaler Begrünung sein.

Die Fassade des neuartigen Gebäudes besteht aus einem „Regal“ mit Feldern in unterschiedlicher Tiefe, auf der sozusagen ein dreidimensionales Arboretum entsteht. Jede Pflanze erhält ein Schild mit ihrer Bezeichnung und zusätzlichen Informationen. Die Bewässerung erfolgt sensorgesteuert über ein System, das aufbereitetes Regenwasser verwendet. Der Baubeginn ist für 2020 geplant.


Quelle: MVRDV