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Eine Studie zeigte, dass die Kombination von Bt-Toxinen keine erhöhte Gefahr für Nützlinge darstellt © Gorodenkoff/Shutterstock.com

Gentechnik

Keine Wechselwirkungen von Bt-Toxinen

Ein Artikel von Renate Stoiber (bearbeitet) | 17.01.2020 - 11:00

Bt-Toxine (insekten-aktive Toxine von Bacillus thuringiensis) sind Eiweiße, die für bestimmte Schadinsekten giftig sind, sie werden von gentechnisch veränderten Pflanzen produziert. Moderne Bt-Sorten von Nutzpflanzen sind oft so konzipiert, dass sie mehrer Bt-Toxine produzieren um Zielschädlinge effizienter zu bekämpfen und die Resistenzbildung zu verlangsamen. Wiederholt kam es zu Befürchtungen, dass von diesen Pflanzen eine erhöhte Gefahr für Nicht-Zielorganismen im Ökosystem ausgeht, wenn diese Eiweiße in Wechselwirkung treten.

In einer Literaturstudie konnte die Forschungsgruppe Biosicherheit bei Agroscope zeigen, dass keine erhöhte Gefahr für Nicht-Zielorganismen von gentechnisch veränderten Pflanzen ausgeht, die mehrere insekten-aktive Toxine von  (Bt-Toxine) produzieren. Das Wirkungsspektrum verändert sich durch die Kombination nicht. Nach dem heutigen Wissenstand können danach gentechnisch veränderte Pflanzen, die kombinierte Bt-Toxine enthalten, als ebenso sicher für Nützlinge gesehen werden wie Pflanzen mit nur einem Bt-Toxin.


Quelle: Agroscope