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Rosige Aussichten für den GaLaBau? Laut aktueller Zahlen ja
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Optimismus in der GaLaBau-Branche

Ein Artikel von Johanna Lassl | 12.11.2025 - 08:00

Der österreichische Garten- und Landschaftsbau zeigt sich 2025 vorsichtig optimistisch: „Seit Mitte des Jahres haben sich die Auftragsbestände deutlich verbessert“, sagt Herbert Eipeldauer, Bundesinnungsmeister der Gärtner und Floristen seit diesem Jahr. Besonders private Gartenprojekte und Wohnbauinvestitionen treiben das Geschäft an.

Trotz der Erholung bleiben Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Material- und Energiepreise sowie Bürokratie belasten viele Betriebe. Im Frühjahr 2025 waren in Österreich rund 176.000 offene Fachkräfte-Stellen gemeldet, was den Druck auf die Branche verdeutlicht. 66 % der Gärtner- und Floristenbetriebe erhöhten 2024 ihre Verkaufspreise im Schnitt um 5,6 %, um steigende Kosten auszugleichen.

Ein Schritt gegen den Fachkräftemangel ist der neue Lehrberuf Klimagärtner, der Anfang 2025 gestartet ist. Er verbindet klassische Gartenpflege mit Klimaschutz und urbaner Ökosystemgestaltung – inklusive Dach- und Fassadenbegrünung, Regenwassermanagement und konkreten Modellen für Erhaltungs- und Pflegekosten in Bestandswohnanlagen.

Marktstudien zeigen, dass der Bereich Bauwerksbegrünung in Österreich 2019 bis 2022 jährlich um rund 16,7 % wuchs und 2022 ein Volumen von etwa 180 Millionen Euro erreichte. Prognosen bis 2030 sprechen von einem Gesamtmarkt von rund 600 Millionen Euro. Gleichzeitig bietet die Kombination aus steigender Nachfrage und Fachkräfteentwicklung Chancen für neue Betriebsmodelle und Nachfolgeregelungen. Innovative Betriebe prüfen mittlerweile Kooperationen, Mitarbeiterbeteiligungen oder spezialisierte Nischen wie Urban Farming und Biodiversitätsgärten.

Eipeldauer zieht ein positives Fazit: „Mit modernen Ausbildungswegen, wachsendem Umweltbewusstsein und stabiler Nachfrage kann die Branche langsam wieder zu alter Stärke zurückfinden.“ Im Jahr 2024 meldeten 34 % der Betriebe Umsatzsteigerungen, 44 % hielten ihr Niveau, 22 % verzeichneten Rückgänge – ein Zeichen, dass die Erholung noch nicht flächendeckend angekommen ist.