Die Österreichische Hagelversicherung hat auch in diesem Jahr den renommierten Förderpreis für herausragende wissenschaftliche Arbeiten an der BOKU-University verliehen. Im feierlichen Rahmen wurden am 11. November die Preisträgerin DI Dr. Magdalena Wachter-Karpfinger, BEd sowie die Preisträger DI Simon Klaus Schätz, BSc, BEd und DDI Florian Schmeisser für ihre innovativen Arbeiten ausgezeichnet. Dr. Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung und ehemaliger BOKU-Uniratsvorsitzender, hob bei der Preisverliehung hervor, wie wichtig Forschung sei, um landwirtschaftliche Herausforderungen im Klimawandel zu meistern: "Der BOKU-Förderpreis ist ein wichtiger Impulsgeber, um innovative Ideen zu fördern und die Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis zu schlagen.
Auch BOKU-Rektorin Univ.Prof. Dr. Eva Schulev-Steindl schätzt die Verbindung von Wissenschaft und Praxis: „Der Förderpreis der Österreichischen Hagelversicherung gibt jungen Talenten einen wertvollen Impuls, praxisnahe Forschung voranzutreiben und die Landwirtschaft von morgen aktiv mitzugestalten.“
Die Preisträgerinnen und ihre Arbeiten
DI Dr. Magdalena Wachter-Karpfinger, BEd wurde für ihre Dissertation ausgezeichnet, die sich mit den Interessen von Landwirten in der örtlichen Raumplanung und deren Einfluss auf den Erhalt landwirtschaftlicher Flächen befasst. Als Landwirtin weiß sie selbst um die Relevanz, Interessen ihrer Berufsgruppe stärker in Planungsprozesse einzubeziehen, und so die regionale Lebensmittelversorgung und Existenz landwirtschaftlicher Betriebe langfristig zu sichern.
DI Simon Klaus Schätz, BSc, BEd untersuchte in seiner Masterarbeit die Auswirkungen verschiedener Bodenbearbeitungs- und Managementmethoden auf Bodengesundheitsparameter. Er ist ebenfalls Landwirt und zeigt mit seinen Ergebnissen, dass konservierende Bodenbearbeitungsmethoden wie Direktsaat nicht nur die Bodenfruchtbarkeit langfristig sichern, sondern auch den ökologischen Fußabdruck der landwirtschaftlichen Produktion verringern können.
DDI Florian Schmeisser als dritter Preisträger schrieb eine Masterarbeit, in der er die Ursachen von Auflaufkrankheiten im Ölkürbisanbau beleuchtete. Sein Ziel ist es, gegen Pythium spp., den Hauptverursacher von Samenfäule und Auflaufkrankheiten, gezielte Pflanzenschutzstrategien zu entwickeln. Damit könnten die Erträge im Ölkürbisanbau gesichert und die wirtschaftliche Bedeutung dieser Kultur für die Steiermark gestärkt werden.