Am Beginn stand die Idee, Pflanzen direkt an der Wurzel zu beheizen. Prof. Dr. Silke Heßberg vom WHZ erklärt dazu, dass eine sogenannte Wurzelklimatisierung effektiver für die Pflanze sei und Energie einsparen könnte. Es gäbe am Markt bereits unterschiedliche Heizsysteme wie Fußbodenheizungen, Systeme mit Warmwasser oder Elektro- und Gasheizungen. Gemeinsam ist diesen, dass es immer kostenintensive Heizungen sein, da die Energie aktiv zugeführt würde.
Erste erfolgreiche Tests bestätigen Projekt
Die Forscher führen in ihrem Projekt bekanntes Wissen aus verschiedenen Bereichen zusammen und optimieren dieses, um ein passives Heizsystem aufzubauen. Beispielsweise entwickeln sie spezielle Matten zum Wärmen und Regulieren der Pflanzenwurzel-Temperatur.
Test zur Verwendung der Matten wurden in Gewächshäusern am Institut sowie einer Gärtnerei beim Anbau von Feldsalat durchgeführt, zum Nachweis der Wirksamkeit führten die Forscher zahlreiche Temperaturmessungen durch. Im Frühjahr fanden Tests der Matten im Spargelanbau statt.
Erste Ergebnisse zeigen, dass es durch die Optimierung der Wurzeltemperatur zu einer Ernteverfrühung kommt, die Verkürzung der Vegetationszeit bis zu ersten Ernte und Verhinderung von Vegetationsstörungen kann Gärtnereien Marktvorteile verschaffen. Außerdem kommt es durch die Anwendung der Matten nicht zu Verschattungen im Gewächshaus, das System ist frei von Schadstoffen und die Netto-Kulturfläche wird nicht verringert.
Quelle: WHZ