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© Herneth-Gartenbau

Grazer Gartenbaufirma pleite - 30 bis 40 Jobs wackeln

Ein Artikel von Red. | 13.10.2015 - 13:49
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Die Pleite der Baumarkt-Kette bauMax bekommt nun auch ein Zulieferer zu spüren. Das Grazer Gartenbauunternehmen Herneth Gartenbau hat am Landgericht Graz ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. bauMax machte rund 40% des Umsatzes aus, als Großkunde fiel die Baumarktkette weg.

Die Beschäftigtenzahl beläuft sich laut KSV1870 auf rund 140 Mitarbeiter. Die Unternehmensfortführung ist im Rahmen des Sanierungsverfahrens beabsichtigt. Allerdings soll ein Abbau von 35 Dienstnehmern mit Zustimmung des Insolvenzverwalters erfolgen.

Das Unternehmen produziert und handelt mit Jungpflanzen wie etwa Minze, Petersilie oder Basilikum, aber auch mit Blumen und Fertigwaren. Insgesamt befinden sich rund 200.000 m2 Gesamtkulturfläche im Eigentum der Gesellschafter Brigitte und Günter Herneth sowie der Herneth Blumen GmbH. Sie ist damit einer der größten Gartenbaubetriebe Österreichs. Das Unternehmen wurde 1973 von Günter Herneth gegründet.

Das Unternehmen beabsichtigt, die Pachtflächen zu verkleinern und in Hinkunft die Produktion stärker nach Fixbestellungen auszurichten. Mit einer Lebensmittelkette will man den Handel mit Gemüse- und Gewürzpflanzen ausweiten.

Schneereicher Winter, Fehlinvestition, fehlender Großkunde
Neben dem Wegfall des Hauptkunden bauMax wurden als weitere Ursachen ein langer und schneereicher Winter 2012/2013, hohe Lohn- und Energiekosten sowie ausländische Billigkonkurrenz genannt. Außerdem entpuppte sich die sogenannte Hydroponik-Kultur als Fehlinvestition. Denn aufgrund von nicht vorhersehbarer chemischer Reaktionen war dieses Modell des Pflanzenaufzugs in der Praxis nicht möglich.

Quelle: www.format.at