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Der Geschmack der Dahlienknolle

Ein Artikel von Red. | 29.04.2015 - 13:52
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Aus den Berichten spanischer Konquistadoren des 16. Jahrhunderts geht hervor, dass Dahlienknollen in ihrem Ursprungsland ähnlich wie Kartoffeln als schmackhaftes, gesundes Nahrungsmittel sehr beliebt waren. Beeindruckt von der Schönheit ihrer Blüten sahen die europäischen Gärtner in der Pflanze jedoch mehr den Zier- als einen Nutzwert.

Letzteren haben experimentierfreudige Schweizer Pflanzenexperten jedoch vor Kurzem wiederentdeckt. „Da man bei der Dahlienzüchtung in den vergangenen Jahrhunderten ausschließlich auf das Aussehen der Blüten Wert gelegt hat, mussten wir zunächst herausfinden, welche Sorten auch geschmacklich überzeugen", erklärt Markus Kobelt von Lubera.

Essbar und erprobt

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Unter dem Namen „DeliDahlien" finden sich in diesem Jahr erstmals essbare und auf ihr Aroma getestete Dahlien im Sortiment des Schweizer Pflanzenhändlers. Manche Knollen schmecken wie Fenchel oder Sellerie, andere erinnern an Schwarzwurzel, Spargel oder Kohlrabi.

Die Möglichkeiten der Zubereitung entsprechen denen von Kartoffeln: erst putzen und schälen, dann kochen, braten, stampfen oder frittieren. Obst und Gemüse selbst anzubauen, ist heute nicht nur auf dem Land üblich, sondern gehört auch zum Lebensstil vieler Städter, die dabei häufig Neues und Ungewöhnliches ausprobieren. Das könnte die Chance sein, Dahlien nach sehr langer Zeit als kulinarische Delikatesse wiederzuentdecken.

Knollenernte im Herbst

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Nach dem ersten Frost im Spätherbst wird es Zeit, die Dahlienknollen zu ernten. „Dazu schneiden Sie die Pflanze auf 20 cm zurück und graben den Dahlienstock vorsichtig und möglichst komplett aus dem Boden", rät Kobelt. „Der Einsatz einer Grabegabel hat sich dabei bewährt. Klopfen Sie die Erde dann locker ab und lassen Sie die Knollen 2 bis 4 Tage an einem schattigen Ort trocknen. Danach können sie noch über Wochen im Keller gelagert werden." Zum Kochen lassen sich am besten die jüngsten Knollen, die am Rand wachsen, verwenden.


Quelle: Lubera