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© Frank Korting/hortipendium.de

Hochkonjunktur für Blattwespen

Ein Artikel von Red. | 29.05.2012 - 08:58
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Ob Blattroll-Rosenblattwespe, Schwarze Rosenblattwespe, Gemeine Rosenbürstenhorn(blatt)wespe und ihre Larven – sie alle lieben Rosen.

Unschönes Erscheinungsbild von Rosen
Die 3–4 mm lange schwärzliche Rosenblattrollwespe (Blattroll-Rosenblattwespe, Blennocampa pusilla) mit gelben Beinen fliegt von Mitte Mai bis Anfang Juni, im Weinbauklima bereits im April. Sie legt je ein bis drei Eier an der Unterseite in der Nähe der Blattränder ab. Anschließend stechen die Wespen mit dem Legebohrer das Gewebe beiderseits der Mittelrippe an. Dadurch rollen sich die Fiederblätter nach unten zusammen, die Pflanze selbst wird dadurch nicht geschädigt. Der Schmuckwert leidet aber erheblich.
Die bis zu 9 mm langen, anfangs weißlichen, später hellgrünen Larven mit braunem Kopf fressen nur geringfügig im Innern dieser Blattröhren. Nach kurzer Fraßzeit lassen sie sich im Juli zu Boden fallen und überwintern dort. Die unschönen Blattrollungen verschwinden nicht, auch wenn die Larven abgewandert oder bekämpft sind. Nur neu gebildete Blätter haben wieder ein normales Aussehen.

Gegenmaßnahmen
Bei starkem Befall helfen Pflanzenschutzmittel, die gegen beißende Insekten an Zierpflanzen im Freiland zugelassen sind. Zu bedenken ist allerdings, dass einige Pflanzenschutzmittel die Larven zwar abtöten können, die typische Blattrollung jedoch bleibt. Effektiver ist es, die mit Eiern belegten, gekrümmten Triebe einfach abzuschneiden und den Neuaustrieb abzuwarten.

Quelle: Profil Online