Die Eberesche gehört zu den Pflanzen, die vergleichsweise gut mit Salz umgehen können. Besonders bei Pflanzungen entlang von Straßen, die im Winter gestreut werden, ist eine durchdachte Auswahl der Arten entscheidend. Einige Pflanzen tolerieren den Eintrag von Streusalz deutlich besser als andere. Dennoch gilt: Streusalz sollte nur sparsam eingesetzt werden, da seine Auswirkungen auf Umwelt und Vegetation erheblich sind. Der häufige Einsatz von Natriumchlorid belastet Böden, Grundwasser und Pflanzen erheblich. Wenn möglich, sollte auf Alternativen wie Streusplitt umgestellt werden. Muss Salz dennoch eingesetzt werden, sollte dies gezielt und in minimalen Mengen geschehen.
Für Pflanzen ist Streusalz aus mehreren Gründen problematisch. Es stört die Wasseraufnahme, sodass selbst bei ausreichender Bodenfeuchtigkeit Trockenschäden entstehen können. Chlorid zeigt sich beispielsweise an braunen Blatträndern, während Natrium die Bodenstruktur negativ beeinflusst: Böden verschlämmen schneller und verdichten leichter. Insgesamt wird dadurch die Widerstandskraft von langlebigen Pflanzen wie Bäumen geschwächt und sie werden anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.
Auf Flächen, die regelmäßig Salz ausgesetzt sind, empfiehlt sich die Auswahl besonders salzverträglicher Pflanzen. Für Hecken bieten sich heimischer Liguster, der Wollige und der Gewöhnliche Schneeball sowie die immergrüne Ölweide als gute Optionen an. Auch bei Stauden und Gräsern gibt es Unterschiede: Arten wie Schafgarbe, Steppensalbei oder Herbstfetthenne kommen mit Salz besser zurecht und eignen sich daher für straßennahe Beete. Eine hohe Salztoleranz schützt Pflanzen zwar vor den direkten Folgen der Salzaufnahme, die negativen Effekte auf die Bodenstruktur bleiben jedoch bestehen.