Ab einer Hitzewarnung Stufe 2 (ab 30 °C) müssen Arbeitgeber umfangreiche Gefährdungsbeurteilungen durchführen, technische und persönliche Schutzmaßnahmen dokumentieren und diese allen Mitarbeitenden zugänglich machen. Eipeldauer sieht darin ein Symbol für überbordende Regulierung, die praxisnahe Lösungen und Eigenverantwortung im Betrieb erschwert.
Die Innung fordert stattdessen flexible, betriebsnahe Maßnahmen, bei denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam Lösungen finden können. Eipeldauer betont, dass Beobachtungszeiträume und freiwillige Ansätze zeigen könnten, wie Schutzmaßnahmen in der Praxis wirksam umgesetzt werden, ohne dass neue Vorschriften die Arbeit zusätzlich belasten. Die Forderungen der Innung umfassen Rückführung überholter Vorschriften, digitale und praxisnahe Prozesse, rechtlich verankerte Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und partnerschaftliche Lösungen statt immer neuer Verordnungen. Nur so könne man Wirtschaftswachstum, Arbeitsplatzsicherung und praxisgerechten Arbeitsschutz verbinden.
Bürokratie kostet die Branche nicht nur Zeit, sondern auch Geld: Laut KMU Forschung Austria verschwenden österreichische Gewerbe- und Handwerksbetriebe jährlich 70 Millionen Arbeitsstunden für administrative Pflichten – das entspricht rund 42.000 Vollzeitkräften. Die finanziellen Kosten liegen bei 4,3 Milliarden Euro pro Jahr, während die gesamtwirtschaftliche Bürokratiebelastung auf 10–15 Milliarden Euro geschätzt wird. Eipeldauer appelliert daher an die Politik: Vertrauen, Mut zur Vereinfachung und partnerschaftliches Handeln seien notwendig, um die Betriebe zu entlasten und gleichzeitig effektiven Schutz für die Beschäftigten zu gewährleisten.