Im Gartenbau werden die Produktionsfaktoren Arbeit, Fläche und Kapital eingesetzt.Erfolg stellt sich nur dann ein, wenn der Einsatz dieser Produktionsfaktoren mehr bringt als er kostet.
Für die Produktion bedeutet dies, dass u. a. auf eine möglichst gute Auslastung des Personals und der Fläche zu achten ist. Nicht immer wird diese Regel befolgt. Vorschnell werden Kulturen als unproduktiv oder zu heizkostenintensiv abgestempelt, obwohl sie positive Deckungsbeiträge erwirtschaften. Die Anzucht ab Jungpflanze wird durch Rohware oder Fastfertigware ersetzt, obwohl Personal und Fläche vorhanden sind.
Im Dienstleistungsgartenbau wird das Thema Auslastung ernster genommen. Schließlich ist die Kalkulation einer Arbeitskraftstunde bekannt. Aber wie sieht es beim Fuhrpark und den Maschinen aus? Wer rechnet schon, wie viele Lkw-Stunden jährlich verkauft werden müssen, um kostendeckend zu sein? Selbst beim teuren Arbeitskrafteinsatz driften erfolgreiche und weniger erfolgreiche Betriebe um mehr als 20 % auseinander. Dabei geht es nicht ums Peitschenknallen. Vielmehr spielen Fragen der Kommunikation, der Arbeitsorganisation, der Koordination, der Teamfähigkeit und des Qualitätsmanagements eine Rolle.
In schwierigen Zeiten bringt es nicht viel, sich tot zu sparen. Vielmehr sind die Produktionsfaktoren noch gezielter einzusetzen und deren Output zu optimieren. Dies gilt auch für anstehende Investitionen. Keine Investition ohne vorherige Wirtschaftlichkeitsberechnung! Investitionsentscheidungen binden auf viele Jahre.
Fehleinschätzungen haben schon so manchem Gärtner die Existenz gekostet. Rechnen Sie rechtzeitig!