Bayerns Baumschullandschaft zeigt sich im Jahr 2025 in einem klar veränderten Bild: Wie das Bayerische Landesamt für Statistik auf Basis der aktuellen Baumschulerhebung mitteilt, bewirtschaften 145 landwirtschaftliche Betriebe insgesamt 1.349 Hektar Baumschulfläche. Im Vergleich zu 2021 bedeutet dies einen Rückgang von 15,7 Prozent bei den Betrieben und 7,3 Prozent bei der Freilandfläche. Trotz sinkender Betriebszahlen wächst die insgesamte durchschnittliche Betriebsgröße von 8 auf 9 Hektar – ein Zuwachs von 12,5 Prozent. Die Freilandflächen, auf denen Ziersträucher, Bäume und weitere Kulturen gezogen werden, machen 1.335 Hektar aus und liegen damit leicht unter dem Niveau von 2021. Ein kleiner Teil von rund 13 Hektar entfällt auf Gewächshäuser oder hohe Schutzabdeckungen, das Verhältnis hat sich seit der letzten Erhebung nicht verändert.
Ziersträucher und Bäume bleiben die wichtigste Kulturgruppe in bayerischen Baumschulen: 526 Hektar – 39,4 Prozent der Freilandfläche – werden für deren Anzucht genutzt. Besonders gefragt sind Laub- und Nadelbäume für Alleen, Straßen und Parks, deren Fläche auf 271 Hektar stieg. Danach folgen Heckenpflanzen mit 246 Hektar und Forstpflanzen mit 133 Hektar. Containerpflanzen, die ganzjährig ausgepflanzt werden, bleiben mit 88 Hektar nahezu konstant.
Regional betrachtet liegen die größten Flächen in Schwaben: 385 Hektar werden dort von 34 Betrieben bewirtschaftet. Oberbayern folgt mit 382 Hektar auf 45 Betriebe. Dramatische Rückgänge zeigen sich in Unterfranken: Hier gibt es nur noch sieben Betriebe auf 19 Hektar – ein Rückgang von 58,8 Prozent bei den Betrieben und 69,5 Prozent bei der Fläche.
Die aktuellen Zahlen zeigen deutlich, wie sich die Branche verändert und welche Anforderungen an Effizienz und Spezialisierung in der Baumschulwirtschaft steigen. Für Betriebe und Fachleute bleibt die Entwicklung ein wichtiger Indikator für Planung und Investitionen.