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Advent, Advent ...

Ein Artikel von DI Michaela Tebaldi | 02.12.2005 - 08:35
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Weihnachten rückt langsam aber sicher näher. Am Blumengroßmarkt wurde das erste Mal schon am 12. November Weihnachtsstimmung verbreitet. Im Rahmen des alljährlichen Adventmarktes zeigten namhafte österreichische Floristen drei sehr unterschiedliche Formen von Adventfloristik. Sonja Fojt-Haas moderierte für das Fachpublikum.

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Traditionell in Rot und Grün
Bei Erwin Veith stand Natürlichkeit, sowohl was Materialien als auch Farben betrifft, im Vordergrund. Er arbeitete in erster Linie mit Koniferen, Zweigen, Holz, dunkelroten Kerzen und Beeren. Bei der Blütenauswahl entschied er sich für zartes Weiß.
Veith fertigte ein Korbgesteck mit Hortensien und Amaryllis. Für das Gerüst verwendete er Maschendraht, in den er Thujen einflochte. Rote Cornuszweige bildeten den Henkel des Korbes und hoben sich gut vom grünen Untergrund ab. In das Maschendrahtgerüst hatte er ein Glasgefäß gestellt, das weißen Hortensien und dunkelroten Amaryllis Halt und Wasser gab.
Rinden, Flechten, Föhren und Äste verarbeitete Veith in einem anderen Gesteck. Bei diesem Werkstück bildeten Holzbretter das Stützgerüst. Darauf befestigte er eine Oasisplatte, in die er weiße Schneerosen steckte. Die zarten Blüten bildeten einen spannenden Kontrast zu den sonst eher massiven und üppigen Komponenten.

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Weihnachten in Grasgrün
Eher abstrakt und unkonventionell ging es bei den Werkstücken von Andreas Bamesberger zu. Er wählte für Weihnachten untypische Farben, wie Türkis, Lila und Grasgrün.
Er fertigte einen Kranz aus unterschiedlich großen, violetten Glaskugeln, die er auf einem Styroporring befestigte. Die Zwischenräume wurden mit Watte ausgefüllt. Als floralen Schmuck wählte Bamesberger violette Phalaenopsisblüten, die er in die umgedrehten Kugeln steckte.
Ungewöhnliche Proportionen zeigte der Florist anhand einer Gefäßbefüllung, bei der es Grün in verschiedenen Schattierungen zu sehen gab.
Als Gefäß wählte Bamesberger einen knallgrünen, hohen Topf aus Acryl. Auf diesen legte er eine knorrige, gekalkte Weinrebe. Das Gefäß füllte er mit gedrahteten Echeverien, die für eine besonders lange Haltbarkeit des Arrangements sorgen und einen weiteren Grünton ins Spiel bringen. Als Kontrast zu dem hohen, massiven Gefäß vervollständigte Bamesberger sein Werkstück mit zwei sehr langen, schlanken Kerzen – ebenfalls in Grün.

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Duftender Advent
Adventfloristik in ihrer ganzen Üppigkeit zeigte Alexander Muhr. Er fertigte in erster Linie Sträuße an, die er sehr großzügig dimensionierte. Für eine effektvolle Präsentation sollte man ihnen daher genügend Raum zugestehen.
Was die Materialien betrifft, so verwendete er Gewürze, wie z. B. überdimensionale Zimtstangen, Sternanis, Granatäpfel, Beeren, Eukalyptusfrüchte, Koniferen, Monsterablätter, gold gefärbte Zweige, Kerzen, glitzernde Sterne und mehr – schlicht alles, was zu Weihnachten gehört.
Ebenso üppig, aber in Farbe und Form dezenter gestaltete er ein Werkstück mit winterhartem Jasmin, bei dem die Farben Grün und Weiß die Hauptrolle spielten. Diesen ließ er aus einer mit Moos und Oasis befüllten Glasschale ‘wachsen’. Dazwischen flocht er weiße Euphorbienblüten ein und setzte somit die Grundidee einer grünen Hecke um.